Gerade im Zuge der Einführung der neuen Studienstrukturen, insbesondere der Modularisierung und studienbegleitender Prüfungen, entsteht eine starke Verschulung des Studiums. Die Eigenverantwortung bei der Gestaltung des Studienplans, die Berücksichtigung individueller Interessen und auch die Möglichkeit, „über den Tellerrand“ des eigenen Studienfaches zu schauen, wie dies noch in den alten Diplom- und Magisterstudiengängen möglich war, musste vielerorts bereits vorgegebenen und starren Studienplänen, der Jagd nach ECTS-Punkten und einem Prüfungsmarathon am Semesterende Platz machen. In diesem Kontext bleibt oft wenig Raum, eigene Interessensschwerpunkte auszubilden und sich aus eigenem Antrieb mit Themen, für die man sich interessiert, zu beschäftigen und zusätzliche Literatur zu lesen oder Vorträge dazu zu besuchen. Die Bearbeitung des Kerncurriculums steht im Vordergrund und bestimmt inhaltlich auch die Planung der Lehrveranstaltungen, wobei aufgrund der Stofffülle oft nur das instruktive und dozierende Vermitteln von Inhalten möglich ist. Häufig bleibt keine Zeit mehr für

das selbständige Erarbeiten von Lerninhalten,

forschendes Lernen,

Projektarbeit,

die Verbindung von Theorie und Praxis,
eben für all jene didaktischen Formen, die einem konstruktiven Lernparadigma Rechnung tragen. Die didaktische Konzeption des Moduls „Internet- und Projektkompetenz“ fördert auch im Rahmen modularer Studienstrukturen Selbsttätigkeit und Eigeninitiative der Studierenden. Sie ermöglicht forschendes Lernen anhand konkreter selbst entwickelter Fragestellungen im eigenen Studienfach.
Den Studierenden kommt damit die zentrale Verantwortung für ihre Lernprozesse und Lernergebnisse zu,

indem sie ihre Arbeitsthemen selbst wählen,

sich selbst in Arbeitsgruppen organisieren,

selbständig Forschungsfragen entwickeln,

in der Gruppe Arbeitspläne aufstellen, Daten erheben und auswerten und

gemeinsam für die Präsentation ihrer Forschungsergebnisse Rechnung tragen.
Wir verstehen dies als Lernprozess, der der Unterstützung bedarf. Insofern fungieren die Dozent(inn)en als Lernbegleiter(innen), die bei Bedarf inhaltlich-fachliche, methodische und organisatorische Hilfe geben. Durch die Kombination von Präsenzphasen und Online-Kombination ist eine durchgehende Betreuung der Studierenden gewährleistet. Jede am Kurs beteiligte Universität stellt jeweils mindesten eine(n) muttersprachliche(n) Dozentin/en und eine(n) studentische(n) Tutor/in zur für die Betreuung zur Verfügung, die für alle Studierenden Ansprechpartner und täglich über die Online-Kommunikation erreichbar sind.